Der Süddeutsche Jugendtag 2025 hat am 12. und 13. Juli 2025 mehr als 4000 Teilnehmer auf dem Messegelände Stuttgart begeistert.
Auf dieser Seite geben wir Einblicke in zwei abwechslungsreiche inspirierende Tage.
Unsere SJT-Botschafter zeigen auf Instagram viele Eindrücke von den Planungen, Vorbereitungen und dem außergewöhnlichen Wochenende. #sjt2025
Es geht los auf der Messe!
Es geht los auf der Messe!
Was für ein Trubel auf der Messe Stuttgart am Samstagmorgen! Mit Autos, Reisebussen oder Bahnen – in den meisten Fällen war für die Teilnehmer des SJT2025 schon die Anreise an sich sehr unterhaltsam. In der Stadtbahnlinie U6 hatte der neuapostolische Fahrer Benni an diesem Samstag Dienst und brachte seine Fahrgäste sicher ans Ziel, die Endhaltestelle Flughafen/Messe. Danke für deinen Einsatz, Benni!
Pünktlich zur Öffnung des Geländes um 9 Uhr trafen die ersten jugendlichen SJT-Teilnehmer und ihre Jugendbetreuer ein, schnappten sich gleich ihr Teilnehmer-T-Shirt und zeigten ihren QR-Code an der Einlasskontrolle vor.
Während die einen sofort das Wiedersehen mit Freunden aus anderen Kirchenbezirken feierten und sich erst einmal bei einem Kaffee auf den neusten Stand brachten, sicherten sich andere schnell ihren Wunschplatz in der Übernachtungshalle.
Bild: Andi Alger
Bilder Galerie: Andi Alger, Lukas Nöding
Startschuss: Der SJT 2025 hat begonnen
Startschuss: Der SJT 2025 hat begonnen
Mit einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung hat am Samstag der Süddeutsche Jugendtag 2025 auf dem Messegelände Stuttgart begonnen.
Pünktlich um 11 Uhr wurde mit einem gemeinsamen Countdown der Jugendtag offiziell eröffnet. Bezirksapostel Michael Ehrich begrüßte die Teilnehmer und stellte die beiden anwesenden Gastapostel vor, die eigens für das Wochenende angereist waren.
Ein zentrales Highlight der Eröffnungsfeier war das Schauspiel mit viel Musik zum Gleichnis vom verlorenen Sohn. In einer modernen Inszenierung wurde die biblische Geschichte in die Lebenswelt junger Menschen übertragen: Ein junger Mann verlässt sein vertrautes Umfeld, sucht Freiheit und Anerkennung in der Ferne – und erlebt schließlich, was es heißt, zurückzukehren und echte Annahme zu erfahren. Die eindrucksvolle Kulisse, die starke schauspielerische Leistung und die musikalische Begleitung berührten das Publikum tief. Das Stück griff das Jugendtagsmotto „Ich bin bei dir“ auf und machte deutlich: Gottes Nähe gilt gerade dann, wenn man sich verloren fühlt.
Die Eröffnungsveranstaltung setzte damit nicht nur einen festlichen, sondern auch einen nachdenklich stimmenden und emotionalen Auftakt für ein Wochenende voller Impulse, Begegnungen und geistlicher Erfahrungen.
Bild: Andi Alger
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Hier muss niemand hungrig bleiben
Hier muss niemand hungrig bleiben
So ein SJT macht hungrig! Doch zu keiner Zeit musste sich jemand sorgen: Die Jugendlichen wurden quasi rund um die Uhr mit Essen versorgt. Schwäbisches Mittagessen in der Halle, eine Wurst im Brötchen auf die Hand im Messepark oder einfach ein Eis zum Abkühlen.
Das Catering-Team hatte sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht und dabei auch Besonderheiten wie gluten- oder laktosefreies Essen berücksichtigt. (Pssst. Wir plaudern aus dem Nähkästchen: Über 60 Seiten fasst das Word-Dokument, das alles rund ums Catering regelt. Da steckt sehr viel Zeit und Liebe darin. Denn Liebe geht schließlich durch den Magen – auch am SJT.)
Viele Jugendlichen hatten sich dafür entschieden direkt nach der Eröffnungsfeier ihr Mittagessen in Halle 4 zu holen. Andere waren im Messepark unterwegs und kauften sich etwas auf die Hand von einem der Food-Trucks. Einige nutzen die Mittagspausenzeit für ein Picknick im Freien mit Freunden.
Bild: Sven Rühle
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Sport & Spiel in Halle 8
Sport & Spiel in Halle 8
Auspowern, spielen oder rätseln: viele Möglichkeiten zum Auspowern gab es bei Sport & Spiel in Halle 6. Auf Platz 1 der schweißtreibenden Aktivitäten stand unangefochten das Indoor-Cycling, gefolgt von Tischkicker, Torwand-Fußball und Menschenkicker. Beim Bungee-Trampolin, Cornhole und Wettmelken ging es etwas weniger anstrengend zu.
Viel Spaß hatten die Teilnehmer auch bei ungezählten Runden an Gesellschaftsspielen und den kniffligen Rätseln im Escape-Room. Wie sich Alltagssituationen anderer Menschen anfühlen, konnte man beim Rollstuhlparcours und an den fünf Stationen des Parcours Perspektivwechsel erfahren – ein spannendes und gleichzeitig berührendes Erlebnis.
Bild: Lukas Nöding
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Impulse an den Info- und Aktionsständen
Impulse an den Info- und Aktionsständen
Ein besonderer Anlaufpunkt im großen Bereich der rund 20 Aktions- und Informationsstände war der Seelsorgestand, an dem vertraulich über Sorgen, Probleme und Wünsche gesprochen werden konnte. Die hohe Nachfrage am Seelsorgestand zeigt, wie wichtig Seelsorge in einer Zeit von multiplen Krisen ist und wie wichtig es ist, über Probleme und Ängste zu sprechen. Im Rückzugsbereich gab es die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Spannende Impulse und vieles Interessantes gab es an der Bibelbox und bei der interaktiven Ausstellung „Jesus trägt das Kreuz für dich“ sowie beim Minigolf „Im Zeichen der Schöpfung“, dem Religionscheck und dem Stand über das Entschlafenenwesen. Der Stand des Hilfswerks human aktiv informierte über seine Hilfsprojekte und lud zum Food Dart ein. Mit dieser Aktion sollen Tafelläden in Süddeutschland unterstützt werden.
Wer sich Gedanken über seine berufliche Zukunft macht, konnte Informationen in der Berufsberatungslounge und am Stand des Verwaltungs- und Dienstleistungszentrums der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland sammeln. Die Akademie der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland stellte ihre Weiterbildungsangebote vor.
An den Aktionsständen gab es die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen, sich kreativ auszuleben und den Glauben spielerisch zu vertiefen. Verschiedene Pinnwände waren Orte des Erinnerns, des Gedenkens und des Kennenlernens. Am Rundfunkstand „Auf Sendung“ wurde erklärt, wie eine Sendung entsteht, und den ganzen Tag über waren Nachwuchsreporter unterwegs, um die Sendung zum SJT2025 am 10. August um 6.30 Uhr auf Bayern 2 mitzugestalten. Und natürlich wurden in der Fotoecke unzählige coole Erinnerungsfotos mit alten und neuen Freunden gemacht.
Programm mit Musik und mehr im Atrium und auf der Freiluftbühne
Programm mit Musik und mehr im Atrium und auf der Freiluftbühne
Kontrastprogramm zur Spielhalle und den Aktions- und Informationsständen gefällig? Gemütlich auf einem Sitzsack chillen und Musik hören? Das war im Atrium bei den Auftritten der Bands „Faithful Hearts“ und „The BeatBoys“ ganz einfach möglich. Zudem gab es eine lange Runde Poetry Slam.
Wer lieber Sonne zur Musik wollte, war rund um die große Freilichtbühne richtig. Dort gab es den ganzen Nachmittag über immer wieder Gesang mit Klavierbegleitung.
Bild: Nico Eberle
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Ermutigende Abendveranstaltung
Ermutigende Abendveranstaltung
Am Samstagabend trafen sich die SJT-Teilnehmer erneut in Halle 8 – diesmal zur großen Abendveranstaltung. In der knapp zweistündigen Vorstellung wurde eine Geschichte erzählt, in der sich viele Teilnehmer wiedererkannten.
Im Zentrum der Geschichte stand Hannes, ein junger Mann, der nach einem Umzug den Anschluss verliert und sich einsam fühlt. Während seine früheren Freunde am Samstag Bilder vom Jugendtag posten, kämpft Hannes mit dem Gefühl, nicht mehr dazuzugehören. Er verbringt den Tag und den Abend zuhause vor dem Fernseher und zappt von einer Show zur nächsten. Scheinbar zufällig begegnen Hannes in den Shows und den Werbeblöcken viele Zeichen, die ihn an seinen Glauben erinnern. Seine Freude schreiben ihm immer wieder Nachrichten vom SJT, und nach einem Videoanruf entschließt sich Hannes, doch noch nach Stuttgart zu fahren, um beim SJT dabei zu sein.
Mit starken Bildern und ehrlicher Sprache nahm die Inszenierung das Publikum mit hinein in einen inneren Konflikt, wie ihn viele junge Menschen kennen: die Frage nach ihrer Zugehörigkeit, ihrem Glauben und dem Mut, neu auf andere zuzugehen. Gleichzeitig spiegelte die Geschichte das SJT-Motto „Ich bin bei dir“ auf eindrucksvolle Weise wider. Denn trotz aller Zweifel und Rückzüge bleibt Gottes Nähe bestehen – und kann gerade dann spürbar werden, wenn man sich selbst verloren glaubt.
Bild: Nico Eberle
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Ausklang bei Karaoke und Cocktails
Ausklang bei Karaoke und Cocktails
Nach der Abendveranstaltung strömten die Teilnehmer an die Bars in Halle 4 und im Atrium. Dort wurden verschiedene alkoholfreie Cocktails ausgegeben, die in der Verpflegungs-Flatrate enthalten waren.
Auf der Freilichtbühne war nochmals eine mitreißende Sängerin mit Klavierbegleitung zu hören. Im Atrium sangen und tanzten alle ausgelassen bei der Karaoke bis weit nach Mitternacht.
Bild: Nico Eberle
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Leckeres Frühstück nach kurzer Nacht
Leckeres Frühstück nach kurzer Nacht
Ausgiebig Strecken und laut Gähnen war am Sonntagmorgen in der Übernachtungshalle angesagt. Nach einer kurzen Nacht benötigte so mancher erst einmal eine kalte Dusche. Anstehzeiten an den Duschcontainern? Kein Problem, die Wartezeit wird einfach zum Smalltalk genutzt.
Während die einen ihre Übernachtungssachen fix und fertig zusammengepackt hatten und schon gemütlich beim leckeren Frühstück in Halle 4 saßen, waren andere noch mit dem schönsten Lidstrich des Tages beschäftigt.
Bild: Lukas Nöding
Bildergalerie: Lukas Nöding
Festgottesdienst mit dem Bezirksapostel
Festgottesdienst mit dem Bezirksapostel
Am Sonntag stand der Höhepunkt des SJT2025 an, der Festgottesdienst mit Bezirksapostel Michael Ehrich. Begleitet wurde der Bezirksapostel von den beiden Gastaposteln Bezirksapostel Enrique Minio (Argentinien) und Apostel Robert Nsamba (Sambia) sowie den süddeutschen Aposteln und Bischöfen.
Das Bibelwort für den Festgottesdienst stammte aus Jesaja 43, Vers 1 und 5: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! [...] So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir."
In seiner Predigt sprach der Bezirksapostel über verschiedene Gründe, warum man gerade in der Jugendzeit Furcht empfinden könne: innere Bedrängnisse, Zukunftsängste, Gruppenzwänge oder Mutproben. Doch Gott wolle uns helfen, dass wir von diesen inneren Bedrängnissen frei werden. Er gab den Jugendlichen auf den Weg mit: "Gott ist nicht irgendwo, sondern geht mit dir und mir durchs Leben."
Der Bezirksapostel zitierte noch einen ihm wichtigen Teil des 4. Verses, allerdings aus einer anderen Bibelübersetzung: "Weil du in meinen Augen kostbar und wertvoll bist und weil ich dich liebe. [...]" Er wolle diesen Satz allen tief ins Herz schreiben und ihn allen Jugendlichen mit auf den Weg geben.
Nach dem Gottesdienst kündigte der Bezirksapostel an, dass der 2023 gegründete Süddeutsche Jugendchor ab sofort eine feste Institution ist. Der Chor ist offen für alle Jugendlichen aus Süddeutschland bis einschließlich 30 Jahre. Im Gegensatz zum Jungen Chor der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, der eher anspruchsvolle Chorliteratur singt, soll der Süddeutsche Jugendchor dabei helfen, dass sich Jugendliche untereinander vernetzen können und dass neue Impulse in die Bezirksjugendchöre getragen werden.
Bild: Nico Eberle
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Gemeinsames Mittagessen und viele Umarmungen
Gemeinsames Mittagessen und viele Umarmungen
Nach dem Festgottesdienst gab es noch für alle Teilnehmer ein gemeinsames Mittagessen in Halle 4. Viele nutzen auch das schöne Wetter und ließen sich die bereits im Vorfeld ausgewählten Gerichte draußen im grünen Messepark schmecken.
Noch einen Kaffee nach dem Mittagessen? Oder eine Banane für die Heimfahrt? Die schöne Zeit war viel zu schnell vorbei. Und schon hieß es wieder Abschiednehmen von neuen und alten Freuden – bis zum nächsten SJT!
Bild: Fabian Unger
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